Kerbschnitt und seine Variationen in unserer Keramik

p1280545detail web„Kerbschnitt, auch Keilschnitt genannt, eine seit der urgeschichtlichen Zeit verwendete Verzierung durch Einstiche, Kerben. Das Ornament wird hierbei durch schräge, scharfkantig aufeinandertreffende Einschnitte aus der Fläche herausgenommen. Dadurch entsteht ein farbenreicher, durch Licht- und Schattenspiel bewirkter Eindruck.

Die ursprüngliche Ebene der Grundlage verschwindet, so dass häufig nur die eingeschnittenen Muster zurückbleiben, deren Schrägseiten im abwechselnden Spiel von Licht und Schatten kräftige Effekte hervorrufen. Der Kerbschnitt wurde seit jeher bei Holz angewendet, seit dem Neolithikum in Vorderasien und Europa immer wieder bei der Keramik..." (Zitat aus: Lexikon der Kunst, Leipzig: Seemann 1991)

  • Aus Korea sind uns aus der Koryo - Periode (916 - 1238) Gefäße mit Seladon - Glasur bekannt, die vertikalen Kerbschnitt aufweisen.
  • Aus China sind aus der Song – Periode (960 - 1279) Gefäße mit Seladon - Glasur und Kerbschnitt bekannt.
  • Siegburger und Raerener salzglasierte Steinzeuggefäße weisen ab dem 16. Jahrhundert Kerbschnitt - Verzierungen auf.

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Die Schönheit der einfachen Dinge.

 

Faltblatt-1Vom 3. Oktober bis 16. November 2014 zeigte das Töpfereimuseum Langerwehe eine Ausstellung mit dem Titel: "Die Schönheit der einfachen Dinge".

Gezeigt wurden Keramiken von Sabine Steinbock und Harry Koll und Anatolische Kelims.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in 3 Bänden mit zahlreichen Abbildungen der Keramiken und von bisher unveröffentlichten Anatolischen Kelims.

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